Geschichte

Die mehr als hundertjährige Tradition der Herstellung von gebogenen Metallmöbeln macht die Slezák Werke zu einer einzigartigen und tschechischen Marke mit einer reichen Geschichte. Lesen Sie die Geschichte, die 1908 in Bystřice pod Hostýnem begann und bis heute erfolgreich fortgesetzt wird.

Erfolgreiche Werkstatt
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trug das Unternehmen den Namen seines Gründers Robert Slezák. Der gelernte Schlosser aus Bystřice pod Hostýnem gründete 1908 in seiner Heimatstadt eine kleine Schlosserwerkstatt für gängige Schlosserprodukte, Möbel- und Baubeschläge. Die Werkstatt wuchs schnell und erfolgreich. Robert Slezák erweiterte die Produktion zunächst um beliebte Messingbeschläge und führte dann in den neuen Räumlichkeiten eine neue Technologie der galvanischen Beschichtung ein – als einer der ersten Hersteller begann er 1911 die Oberfläche seiner Produkte mit einer galvanischen Schicht aus Kupfer, Nickel und Chrom zu versehen. Es folgte die Herstellung von Metallstühlen und Messingmöbeln (ab 1913), vor allem Betten, Tischen und Stühlen nach eigenen Entwürfen, oft in Kombination aus Metall und Holz.

Fortsetzung in der Brauerei

Die erfolgreiche Entwicklung der Schlosserwerkstatt wurden durch den Krieg unterbrochen. Nach dessen Ende setzte das Unternehmen seine frühere Produktion fort, nun erweitert um Möbel aus Eisen und später aus Nickel. Für die wachsende Produktion, an der 1928 bereits mehr als hundert Mitarbeiter beteiligt waren, baute Robert Slezák die örtliche Brauerei um. Er stattete sie mit modernen Maschinen und Technologien aus, richtete dort eine Verchromungsabteilung ein und führte 1931 die Lizenzproduktion von federnden Sitzmöbeln aus Stahlrohren ein.

Die goldenen Dreißigerjahre

In den 1930er Jahren gehörte Slezák mit Hunderten von Modellen von Sitz- und Tischmöbeln aus verchromtem Stahlrohr, Nickel und Messing, die für Schulen, Krankenhäuser, Sanatorien, Gärten, öffentliche und private Innenräume bestimmt waren, hierzulande zu den führenden Herstellern von Metallmöbeln (er produzierte auch Polstermöbel, seit 1937 in einer neuen Polsterei). Die Produkte wurden über Kataloge angeboten (für jede Art von Möbeln wurde ein spezieller Katalog mit Preisliste herausgegeben) und in einem Netz eigener Geschäfte in Brünn (1927), Olmütz (1933), Bratislava (1934) und Ostrava (1937) verkauft. Die Entwürfe neuer Modelle wurden intern, aber auch in Zusammenarbeit mit Architekten entwickelt.

Das Unternehmen legte großen Wert auf das Design und die Ausführung von Möbeln für medizinische Einrichtungen. Neben dem üblichen Sortiment an Tischen, Rollwagen, Stühlen, Bänken, Sesseln und Betten stellte es auch Operationstische und Ausstattungen nach den Wünschen der Ärzte her. Wichtige Partner fanden die Slezák Werke in Brünn, wo sie das St.-Anna-Krankenhaus, das Kinderkrankenhaus, das Haus des Trostes für die Krebsbehandlung und andere Einrichtungen ausstatteten. Ab 1935 konzentrierten sich die Slezák Werke auf einfache, praktische, höhenverstellbare Schulmöbel, die den hygienischen und ergonomischen Grundsätzen entsprachen, und erweiterten ihre Produktion auch um bequeme, formal interessante und widerstandsfähige Gartenmöbel.

Für die Mitarbeiter nur das Beste

Ähnlich wie Michael Thonet oder Tomáš Baťa achtete auch Robert Slezák auf gute Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter. Die weitläufigen Räume verfügten über Zentralheizung, Klimaanlage und Staubabsaugung, es gab auch eine Betriebskantine, Duschen, Wannenbäder und einen speziellen Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter.

Krieg und Sozialismus

Während des Zweiten Weltkriegs wurden in den Slezák Werken Patronenhülsen für schwere Maschinengewehre und Flugabwehrgeschütze sowie Teile für optische Zielfernrohre der Firma Zeiss hergestellt. Erst 1945 konnte die Fabrik zu ihrer ursprünglichen Produktion – lackierte verchromte Metallmöbel – zurückkehren und war dann bis 1948 weiterhin unter der Leitung ihres Eigentümers tätig; damals entstand noch ein neues Werk in Vysoká nad Kysucou in der Slowakei. Nach der Verstaatlichung sind die Slezák Werke zum Staatsunternehmen Kovona Bystřice pod Hostýnem geworden, das in das Staatsunternehmen Kovona Karviná eingegliedert und 1958 der Kovona Lysá nad Labem unterstellt wurde.

In den Nachkriegsjahren blieben zwar einige Modelle von federnden Stahlrohrstühlen Teil des Produktions-programms, doch das Sortiment veränderte sich. Stühle und Sessel mit Sitzfläche und Rückenlehne aus Sperrholz, die auch in einer drehbaren Variante hergestellt wurden, wurden in viele Länder der Welt exportiert: in die Sowjetunion, nach Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweden und Holland.

Rückkehr zur guten Tradition
Die Firma Kovonax, spol. s r. o., die 1992 durch Privatisierung entstanden ist und tschechischen Eigentümern gehört, knüpft erfolgreich an ihren Vorgänger an. Sie konzentriert sich auf Sitzmöbel, Tische und Zubehör, stellt Möbel für das Gesundheitswesen und den Pflegebereich (Betten), Arbeits- und Laborstühle, Schulmöbel (Stühle, Tische, Bänke), „Retro“- und Militärmöbel (Betten, Liegen, Tragen) her. Sie widmet sich auch der Auftragsfertigung (Metallverarbeitung, Verchromung, Pulverbeschichtung, Schleifen). Alle Produkte zeichnen sich durch eine sichere und praktische Konstruktion, Zuverlässigkeit, hochwertige Verarbeitung, einfache Handhabung und Wartungsfreundlichkeit aus. Die spezielle Bestimmung für Schulen oder Krankenhäuser erfordert vor allem Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Produkte: Die Arbeitsflächen von Tischen, Stühlen und Bänken haben eine abrieb- und kratzfeste Oberfläche, abgerundete Kanten, für öffentliche Räume ist Möbel mit einer Brandschutzzertifizierung vorgesehen.

Für die Bearbeitung von Rohren, Profilen, Rundstahl und Blechen, die mit Kunststoffen, Holz- und Polstermaterialien ergänzt werden, nutzt das Unternehmen traditionelle sowie auch moderne Technologien: vollautomatische Sägen zum Schneiden von Material, Pressen, Rundbiegemaschinen, programmierbare Biegemaschinen, Drehmaschinen, Fräsen, Schweißautomaten, eine Galvanisierungsanlage zum Verchromen und zwei automatische Anlagen zur Oberflächenbehandlung mit Pulverlacken.

Der Kunde ist für uns heute genauso wichtig wie zu den Zeiten, als Robert Slezák das Unternehmen leitete. Die Kundenzufriedenheit ist unser oberstes Ziel.

 

Kontakt

KOVONAX spol. s r.o.

Sušilova 477
768 61 Bystřice pod Hostýnem
Marek Bartůšek
Geschäftsentwicklungsmanager
Petr Ovčačík
Verkaufsleiter
Jiri Hnilica
Directeur général